Osteopathie & Physiotherapie, München Osteopathie & Physiotherapie, München

Manuelle Therapie


Die Manuelle Therapie ist ein Zweig der Physiotherapie, die sich auf die Untersuchung und Behandlung von Funktionsstörungen des Bewegungsapparates spezialisiert.

Die präzise Befragung hilft einerseits, die Störung möglichst genau zu identifizieren und einzuschätzen, und andererseits auch Veränderungen, auch die feinsten, zu erfassen. Wichtig ist dabei, dem Patienten aufmerksam zuzuhören, und ihn seine Symptome selber beschreiben zu lassen. Während dem Gespräch erarbeitet der Therapeut mögliche Hypothesen über:

  • die Lokalisation der Störung
  • die verantwortliche Struktur (Gelenk, Muskel, Nerv)
  • die Art und Irritierbarkeit der Störung und
  • die hintergründige Ursache des gesamten Problems.
Bei der objektiven Untersuchung versucht man durch verschiedenste Bewegungstests die Beschwerden des Patienten gezielt und dosiert zu reproduzieren und dann wieder zu eliminieren. Dabei sollte die Lokalisation und Art des Schmerzes möglichst mit den vom Patienten beschriebenen Beschwerden übereinstimmen. Die Auswertung dieser Tests erlaubt dem Therapeuten, eine der möglichen Hypothesen zu festigen und danach einen Behandlungsplan zu erarbeiten.

Die Gelenkstechniken sind spezifische, passive Bewegungen, die sowohl der Untersuchung wie auch der Behandlung dienen. Diese Bewegungen werden in kleineren oder grösseren Amplituden und in verschiedenen Geschwindigkeiten durchgeführt. Bei Bewegungen mit kleiner Geschwindigkeit spricht man von Mobilisationen und bei Techniken mit kleiner Amplitude und grosser Geschwindigkeit von Manipulationen

Mit verschiedenen Formen von Weichteiltechniken werden die Muskeln, Sehnen, Ligamente und andere Weichteile behandelt. Beispiele dafür sind die Funktionsmassage, die Querfriktion und die gezielte Dehnung/Entspannung der Muskeln mit aktiven, passiven, statischen, dynamischen, "hold-relax" oder "hold-relax-antagonist contract" Techniken.

Vor und nach jeder Technik werden die wichtigsten Testbewegungen wiederholt, um die Effizienz der Behandlung zu überprüfen. Diese permanente Erfolgskontrolle ermöglicht eine rasche Adaption der Behandlungstechniken an die neue Situation der lädierten, beziehungsweise problemverursachenden Gewebe.

Die Denkweise des Therapeuten in der Manuellen Therapie ist charakterisiert durch die Integration des theoretischen, bio-medizinischen Wissens (Anatomie, Biomechanik, Pathologie usw.) einerseits und der praktischen klinischen Erfahrung andererseits während des Prozesses der klinischen Problemlösung. Dies garantiert ein optimales Patienten Management.



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