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Manuelle Triggerpunkt Therapie


Manuelle Triggerpunkt Therapie (TP): Der Begriff myofaszialer Triggerpunkt wurde von Janet Travell 1954 zum erstenmal eingeführt. In der Physiotherapie verstehen wir folgendes darunter:

Ein myofaszialer Triggerpunkt ist eine klar beschreibbare Veränderung in der Skelett-Muskulatur. Unter Stresseinwirkung reagiert dieser mit einem lokalen und oder ausstrahlenden Schmerz.

Als Ursache für die Entstehung von myofaszialen TP in der Skelettmuskulatur können verantwortlich sein:

  • Direktes Trauma: durch eine Gewalteinwirkung von Außen im Sinne einer Prellung
  • Überdehnung: durch eine meist plötzliche, zu große Längenbeanspruchung eines Muskels
  • Akute Überlastung: als Folge einer sehr grossen oder einer unverhofften eingetretenen Kraftentwicklung eines Muskels, für die er nicht trainiert ist.
  • Chronische Fehlbelastung: im Zusammenhang mit monotonen Bewegungsabläufen oder dysfunktionellen Haltungsmustern
Als Folge kommt es zu Veränderungen der mechanischen Eigenschaften:
  • Reduzierte Dehnbarkeit: ein TP- behafteter Muskel gelangt bei der passiven Dehnung eher an sein Limit als ein gesunder Muskel.
  • Reduzierte Beweglichkeit: myofasziale TP führen zu einer Gelenkhypomobilität bzw. Blockierungen. Besonders ist das Schultergelenk, die Wirbelsäule und das ISG betroffen. Die Muskulatur und die Gelenke bilden eine funktionelle Einheit.
  • Reduzierte Kraftentwicklung: ein TP- behafteter Muskel ist in seiner Kraftentwicklung gehemmt. Die TP- Zone kann zum Kontraktionsprozess nicht mehr beitragen. Ein Muskel der von einem ausgedehnten, akuten TP- Geschehen betroffen ist, erscheint darum primär geschwächt und zwar ohne Zeichen einer Atrophie.
Behandlungsstrategie: die Deaktivierung dieser TP`s ist das Primärziel in der Behandlung. Einen TP zu deaktivieren bedeutet, die lokale arterielle Blutver-sorgung zu verbessern und die gesteigerte Nocizeptoraktivität zu reduzieren bzw. ganz aufzuheben. Dies geschieht mittels manueller Techniken (''Triggern" + ''Stretching'').



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